Privat

Sei doch einfach glücklich

Nachdem ich gestern Nacht nur schwer in den Schlaf gefunden habe weil mir mal wieder Gedanken durch den Kopf geschossen sind, die ich nicht verstehe, nicht nachvollziehen kann und einfach nicht einzuordnen vermag, teile ich diese einfach in der Hoffnung durch das Tippen alleine Klarheit zu bekommen.

Für mich ist es schwieriger, einfach ‚ruhig‘ zu bleiben als für viele andere. Das weiß ich bereits. Gleichzeitig benötige ich für diese Ruhe eine gewisse Zeit mit mir alleine. Nicht einsam, denn das vertrage ich überhaupt nicht gut, aber alleine ist wichtig! Hier kommen wir allerdings zum Konflikt: es wird einfach nicht verstanden. Ich weiß, dass ich ‚anders‘ bin, dass ich mich anders verhalte und dass ich anders denke. Ist mir bewusst, und falls es das nicht alleine ist, dann wird es mir durch meine Mitmenschen immer wieder subtil (und vollkommen unabsichtlich) klar gemacht. Vielleicht ist diese tiefe Überzeugung bereits ein Anzeichen von etwas, ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung.

Es sind kleine Dinge die mir hier in den Sinn kommen, für die ich kein Beispiel nennen mag, die mir aber im Alltag immer wieder mal auffallen. Nichts davon ist böse gemeint, das weiß ich. Und ich selbst bin der Auslöser für das Verhalten, auch das ist mir bewusst. Ich bin still und in mich gekehrt, jedoch nicht so, dass es offensichtlich als Introversion erkannt würde. Denn da ich ja weiß, dass introvertierte Menschen es in einer Gruppe eher schwer haben, versuche ich, es mir nicht anmerken zu lassen (und es gibt Menschen, die täglich mit mir zu tun haben, die mich niemals als introvertiert beschreiben würden). Doch das macht es noch schwieriger. Denn so ist mein Verhalten für andere einfach nur seltsam. Ich bin nicht ‚echt‘, denn eigentlich bin ich der Typ der lange darüber nachdenkt was er sagt, Probleme hat, öffentlich zu sprechen und in Diskussionen gnadenlos untergeht, doch mit viel Übung ist es für mich mittlerweile ‚kein Problem mehr‘ offen zu sprechen (im Sinne von: muss ich halt durch, wird nicht weh tun, je öfter ich das tue desto besser werde ich) und in einer Diskussion gehe ich nicht mehr unter sondern schwimme nur noch. Dieses schwimmen bedeutet für mich eine lange Vorbereitung aber es ist ein Fortschritt, darum investiere ich diese Zeit der Vorbereitung gerne. Und bei Freunden bin ich sowieso nochmal anders, gerade heraus, offen, manchmal frech. Auch hier überlege ich jedoch in 90% der Fälle noch zu viel, was ich sage, wie ich es sage und wie es verstanden werden kann.

Die Berufswelt ist nicht gemacht für stille Mäuschen, die sich lieber verstecken und in aller Ruhe vor sich hin arbeiten. Ich arbeite in der freien Wirtschaft, und ich arbeite unglaublich gerne dort, aber ich weiß eben, dass ich Leistung bringen muss. Ist ja auch verständlich, wäre ich Firmenchef, würde ich auch eher in die Menschen investieren, die offensichtlich Leistung bringen. Ich selbst bin eher der Typ, der andere pusht und ihnen den Rücken frei hält. Glücklicherweise habe ich hier seit ganz kurzem eine Stelle die mir unglaublich gelegen kommt. Es ist mir möglich, mich (säße ich nicht im… bäh… Großraumbüro) in aller Ruhe in Schriftstücken verlieren und ich kommuniziere hauptsächlich via Mail mit meinen Kollegen. Ideal! Übrigens auf englisch, ein internationaler Konzern, 70-80% meiner Arbeit wird entweder von mir übersetzt oder gleich auf englisch gemacht – und ich bin immer schon sehr anglophil gewesen. Mein Tag besteht aus Planung, Koordination, Übersicht. Es hängt auch ne Menge dran und ich habe Verantwortung, aber diese macht mir großen Spaß und fordert mich im positiven Sinne, überfordert mich nicht. Es ist für mich ein großer Erfolg, auf dieser Stelle arbeiten zu können, ein Erfolg der mir nicht in den Schoß gefallen ist. Und dennoch bin ich der Typ, der sich ständig fragt, ob es genug ist was ich tue, ob ich gut genug bin. Diese Frage ist für mich aber sowieso essenziell, vielleicht treibt sie mich ein Stück weit an. Gleichzeitig aber auch ein Grund, wieso ich manchmal eben nicht ich selbst bin. Denn ich habe leider gelernt, dass ich nicht geliebt werde, wenn ich keine Leistung erbringe. Dass ich es nicht verdient habe, dass man mich gern hat, wenn ich einen Fehler mache oder gar, Gott bewahre, krank bin. Da kämpfe ich immer noch mit, denn nach wie vor habe ich Angst davor, nicht Leistungsfähig zu sein, da ich dadurch weniger wert bin. Wieder ist es mein Partner der mir den Hintern rettet und mir mit Beständigkeit zeigt, dass ich keine Angst haben brauche. Er tut mir auf Ebenen gut, die ich selbst nicht verstehe, so sehr, dass es mir manchmal schwer fällt das anzunehmen.

Ihr seht die Gefahr hinter den Gedanken mit Sicherheit. Ich ebenfalls. Doch erkennen, dass Gedanken nicht berechtigt sind und sie abstellen – zwei nicht gerade nah beieinanderliegende Dinge. Meine Ängste erkennen, zu wissen woher sie rühren und dass sie nicht berechtigt sind hat mich ein großes Stück weiter gebracht. Diese Arbeit habe ich damals gemeinsam mit einer Psychologin investiert und diese Arbeit schützt mich täglich. Es gibt gute und schlechte Tage, doch was heutzutage ein schlechter Tag wäre, wäre vor ein paar Jahren für mich der beste Tag überhaupt gewesen, daran merke ich zumindest, dass es bergauf geht. Diese Arbeit liegt nun etwa 2 Jahre zurück.

Doch ich mache mir auch Sorgen. Ich empfinde mich nicht als normal, ich empfinde mich als gestört. Je glücklicher ich bin, desto mehr Angst habe ich, alles zu verlieren. Vielleicht sollte ich alleine deswegen nochmal die Arbeit investieren und mir jemanden suchen, mit dem ich das professionell angehen kann. Ich merke, dass ich von meinen Gedanken negativ beeinflusst werde und ‚unbeschwert‘ ist für mich nahezu nicht möglich. Ich bin ein zutiefst ungeduldiger Mensch, rührt auch daher. Und, das ist für mich das schlimmste, obwohl ich tolle Freunde habe, eine klasse Familie und einen wundervollen Partner, fühle ich mich manchmal immer noch einsam. Wenn ich daran denke, wen ich auf meinem Weg verloren habe (was manchmal ohne Erklärung und sehr abrupt geschah) und ich nicht verstehe wieso das so war. Es macht mich traurig, auch wenn ich den Menschen an sich überhaupt nicht vermisse, so macht es mich traurig, nicht zu wissen, wieso ich es nicht wert gewesen sein soll, zumindest erklärt zu bekommen was los war. Das wäre eine Möglichkeit für mich, damit abzuschließen, doch das wird es nicht geben. Dinge die ich einfach akzeptieren muss, fiel mir als Kind schon schwer.

Ob es nun etwas geordnet hat, diesen Text zu verfassen? Hmm… ich glaube schon. Es hat mir etwas gebracht, darum geht es hier. Es tut mir Leid, wenn der Text anders war als erwartet… ein wenig dunkler als normalerweise. So sieht es aber jetzt gerade (in diesem Moment) in mir aus, auch diese Seite darf nicht verschwiegen werden, sie ist wichtig. Sie ist ein Teil von mir. Generell braucht ihr euch aber keine Sorgen zu machen, es ist alles in Ordnung. Da ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn dem nicht so ist, kann ich das guten Gewissens sagen. 🙂

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Immer wieder Sonntags

Es tut mir Leid, dass die letzte Runde dieser Reihe so spärlich ausfiel, das war nicht geplant. Eigentlich wollte ich den Beitrag, den ich vorgeschrieben hatte, noch auffüllen, aber dann kam das Leben dazwischen… so ist es manchmal. Naja, dann dieses Mal eben etwas mehr 😉

Stimmung | glücklich, zufrieden und froh

Schlüsselmoment | heim kommen zu meinem Freund – unbezahlbar

Shopping | Leute… und wie! Mailand ist grandios

Gesehen/Gelesen/Gehört | gelesen hab ich ganz viel, 4 Bücher insgesamt. Belletristik, nix besonderes, aber schön wars.

Lieblingsplatz | im Restaurant bei italienischem Essen

Das beste Essen | Pizza (hab ich tatsächlich jeden Tag gegessen ♥️)

To-do | heim kommen und das gelernte anwenden

Wish | ganz ehrlich… jetzt gerade bin ich wunschlos glücklich. Mein Beruf hat mich auf eine ereignisreiche Geschäftsreise geschickt, bei der ich viel lernen durfte (ja, ich liebe das tatsächlich) und zuhause hat mein Freund auf mich gewartet. Mir ist das Privileg durchaus bewusst, ja! Ich bin sehr Dankbar für dieses Leben.

Meine Reise war wirklich klasse, besser als ich selbst dachte 😅 – ich hab super nette Kollegen aus anderen Ländern kennen gelernt und hab wieder einen ’nach Hause kommen‘ Moment gehabt, das ist doch, sind wir mal ehrlich, das Schönste auf solchen Trips.

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Immer wieder Sonntags

Stimmung | voller Vorfreude, da es heute los geht nach Mailand. Ich darf dort eine Schulung besuchen (werde also nicht viel von der Stadt sehen und voraussichtlich nicht shoppen gehen können) und darf lernen, das ist unendlich viel wert!

Schlüsselmoment |

Shopping | nope, das wird die Woche jetzt erledigt, spätestens am Flughafen wenn ich mir das Parfum besorge das ich sowieso um Weihnachten rum kaufen wollte

Gesehen/Gelesen/Gehört | The Marvelous Mrs. Maisle / Groschenromane / ‚Perfect‘ – Ed Sheeran

Lieblingsplatz | am Esstisch der Familie

Das beste Essen | Mettbrötchen – mjam! Meine Lasagne war aber auch nicht von schlechten Eltern 🙂

To-do | lernen, Kontakte knüpfen, lernen

Wish | So langsam wünsche ich mir Klärung. Ich kann leider nicht genau darauf eingehen, aber es steht etwas im Raum und ich bin doch so mega ungeduldig! Ich habe allerdings die Befürchtung, dass Klärung noch bis März auf sich warten lässt.

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Danke für diesen Beitrag

Heute ist Pia dran, die einen Beitrag verfasst hat, den mehr Menschen lesen sollten. Hautpflege ist das Thema, wer mich kennt, weiß, dass mir dies ein sehr liebes Thema ist und ich es super gern verfolge. Pia ist da für mich an der Spitze der deutschen Blogs, da sie unglaublich genau und schön recherchiert und gleichzeitig ihre Beiträge nicht aus Fachdeutsch zusammenpuzzled um klug zu klingen.

Doch lest einfach selbst: Hautpflege im Winter

 

Da eins aber nicht genug ist, gibt es gleich die Nummer 2 hinterher

Liebes Internet, ich bin müde ist ein toller Artikel auf dem tollen Blog ‚Vanilla Mind‘ der sich (vor Allem) an introvertierte Menschen richtet – also mich (unter Anderem). Hochsensibilität, introversion, schüchternheit, all das ist Thema. Und eben alles, was der sympathischen Autorin Melina sonst noch einfällt. Und um alles abzurunden, kann ich auch das Buch das Melina geschrieben hat sehr empfehlen: Verstecken gilt nicht!

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Immer wieder Sonntags

Stimmung | Enthusiastisch, super. Ich hab das Gefühl, dass es gerade, wie sagt man so schön, läuft und das genieße ich total.

Schlüsselmoment | Heim kommen nach einer Geschäftsreise – auch wenn es nur eine Übernachtung war. Zuhause ist es nun mal am schönsten.

Shopping | Ludwigsburg hat mir gezeigt was es diesbezüglich kann. Online gab es nix für mich, immer noch Mailandsparen (mit der Befürchtung, dort keine Zeit fürs Ausgeben zu haben. Wenn dem so ist geht das Geld sofort aufs Urlaubskonto.)

Gesehen/Gelesen/Gehört | Der Herr der Ringe, Groschenromane, Ed Sheeran

Lieblingsplatz | Im Arm vom Schatz (Kitschalarm <3)

Das beste Essen | Indisch mit der Kollegin (paneer, lamm tikka masala und garlic naan 😍)

To-do | freuen, das Leben genießen. Außerdem packen und an alles denken für Mailand

Wish | Gesundheit, wichtiger als alles Andere. Und Freu(n)de – bringt Fröhlichkeit. Glück ist eine Entscheidung 🙂

Heute in etwas anderem Layout (bzw. anderen Themen) die ich schöner fand. Meine Woche war schön, ich hab in tollem Wetter Ludwigsburg besuchen dürfen, was ich genossen habe. Abends mit jemand nettem im Restaurant sitzen und stundenlang quatschen gefiel mir sehr. Leider ist auch ein Krankenhausbesuch von jemand sehr liebem dazwischen gewesen, sowas ist natürlich mist. Aber kann man leider nix dran machen 😉 – So schlimm ist es glücklicherweise auch nicht.

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Immer wieder Sonntags

|Gesehen| Elementary

|Gelesen| nichts

|Gehört| Disney-Lieder in Dauerschleife & Phil Collins

|Getan| gekocht, gefuttert, gelacht, geplant, besucht, geschleppt, gespielt

|Gegessen| Thunfischnudeln, Shepherds Pie, Mettbrötchen

|Gedacht| höhöhöhöhöhöhöhö – Schön wenn ein Plan aufgeht

|Gefreut| Mein Flug nach Mailand ist gebucht, ab sofort freue ich mich auf die Reise

|Gelacht| über Plants vs. Zombies das ich am Wochenende spielte

|Geärgert| Mein Auto quietscht, trotz neuem Keilriemen (naja… fast neuem)

|Gekauft| eine neue Handtasche für nahezu 50% off, da konnte ich nicht mehr nein sagen.

|Geklickt| Esprit.com

|Geplant| meine Weltherrschaft… kann man ja mal machen

Diese Woche war viel los und ich hatte einige Termine und leider erst spät Wochenende, aber dafür hab ich einen sehr schönen Ausgleich gehabt als ich Freitags spontan Grillwurst futtern konnte. Angrillen im Januar, so wird das gemacht! 😎

Nächste Woche bin ich eine Nacht in Ludwigsburg, da freu ich mich bereits drauf. Mal sehen was mich da so erwartet 😊 (ich berichte natürlich) 

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Danke für diesen Beitrag

Ich glaube ich starte mal eine neue (und absolut unregelmäßige) Reihe bei der ich die Beiträge teile, die mich berühren und erfreuen, zum nachdenken anregen und bei denen ich denke, dass viel mehr Menschen diese lesen sollten.

Den Anfang macht Jana mit einem Beitrag darüber, was wäre, wenn die Welt eine Bild Zeitung wäre…

Danke für diesen Beitrag, danke fürs teilen und an jeden der das liest – vielleicht teilt ja auch ihr und diese Gedanken erreichen noch mehr Menschen.